Guten Tag, also zu allererst möchte ich mich Vorstellen, Ich heisse Maik, bin 18 Jahre alt und wohne in einer Wohngemeinschaft (WG) in dem Bezirk Hohenschönhausen / Lichtenberg. Ich bin zurzeit in einer Ausbildung zum Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik bei der Firma Koster, die ihren Sitz in Großziethen bei Berlin hat. (http://www.koster-berlin.de/)
So nun ein paar Anforderungen an den Beruf:
Anforderungen
Schulabschluss
Realschulabschluss oder Abitur (obwohl ich auch ein paar Klassenkameraden habe die "Nur" einen erweiterten Hauptschulabschluss haben)
Ausbildungsdauer
3½ Jahre
Einsatzbereiche
Im Betrieb, auf Baustellen, im Reparatur- und Wartungsdienst
Entwicklungsmöglichkeiten
Weiterbildung zum Techniker für Haustechnik, Meisterprüfung, Sanitäringenieur (FH)
Aufgabenbereich
Der Aufgabenbereich Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik umfasst die Montage und Wartung von Anlagen für Wohnhäuser, die zentrale Versorgung von Industrieanlagen und Stadtteilen des Gas-, Wasser- und Sanitärbereiches, das Verlegen von Rohren sowie den Austausch von defekten Teilen aus Heizungs- und Sanitäreinrichtungen.
Mein persöhnliches Statement:
So und nun denke Ich, erzähle ich euch ein paar Sachen aus meiner Sichtweise. Ich denke schon das es keine leichte Ausbildung ist, da ich einfach sehe wie das bei mir abläuft, ich stehe meist als erstes morgens auf und bin am abend als letztes wieder zuhause. Desweiteren kennt bestimmt jeder das Klischee auf der Baustelle: "Stift bzw. Saustift mach mal ..." damit will ich sagen das es nicht leicht ist auf der Baustelle. Ich habe Gottseidank das glück, dass ich eigentlich nur noch im Kundendienst tätig bin und das ich mich dort fast nur noch auf die Sanitärinstallation spezifiziert habe. (d.h. ich baue mit meinen Gesellen Bäder, Repariere dortige sachen usw.) Natürlich muss ich auch mal auf Baustellen oder in die Firma um dort "Reinheit" zu schaffen. Ein weiteres Defizit, wie ich finde ist die Ausbildungsvergütung die nach Tarif schon auf sehr wenig Festgesetzt wurde. Denn im ersten Lehrjahr (das wohl am härteste Lehrjahr) bekommt man gerade mal über den Daumen gepeilt ein Gehalt von 260 Euro Netto. Im Zweiten Lehrjahr bekommt man ca. 300 Euro Netto und dies steigert sich dann bis zum vierten Lehrjahr um immer ca. 50 Euro Netto.
Wiederrum denke ich jeder der diesen Beruf ausüben möchte, sollte sich vorher informieren über seinen Betrieb bei dem er sich bewirbt, weil es den Beruf Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik, erst seit 2003 gibt. Vorher war dieser Beruf in 3 Teile gegliedert, einmal der Installateuer (Sanitär), der Heizungsbauer, sowie der Lüftungsbauer. Das bedeutet nicht jede Firma wird diese 3 Berufe Lehren. Es gibt z.B. direkt Heizungsbau Firmen die den Lehrlingen dann auch nur Heizungsbau Lehren können, obwohl der Beruf ja auch beinhaltet das man über klimatechnik etwas lernt usw. meine Firma z.B. macht zum Beispiel nur Sanitär sowie Heizungs installationen. D.h. ich werde in meiner gesamten Ausbildung nichts über Klimatechnik erfahren. Aber im allgemeinen macht mir diese Ausbildung viel spass da wie ich finde, man sitzt nicht im Büro rum und schreibt sich die Finger wund am Rechner, sondern man sieht was man gemacht hat.
Mein Fazit:
Seit ihr hart im nehmen und könnt den ganzen tag stehen, sowie kleine Verletzungen einfach mal übersehen, frühs aus dem Bett kommt, mit der recht geringen Bezahlung klar kommt, dann denke ich seit ihr richtig in diesem Berufszweig. Ausserdem hat man nur einmal in der Woche Schule, sowie einmal im Monat einen Zusatztag. Also für Arbeitswütige genau das richtige.
Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in meine Ausbildung geben und wünsche euch ein erfolgreiches Jahr 2007.
MfG Maik
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