Mein erster Arbeitstag verlief sich hauptsächlich auf das gegenseitige Vorstellen der Ausbilder und Azubis, rumführen usw... Da ja in einer Übungsfirma alles fiktiv ist, ist es halt nicht ganz wie in einem richtigen Betrieb. Nach der ersten Woche fing auch die Berufsschule an. Dort hatten wir Fächer wie Bürokunde, wo das Tastschreiben und das Gestalten von Geschäftsbriefen, Postbearbeitung, Registratur im Vordergrund stand. Das Fach war ganz gut. Abgesehen von den weniger leistungsstarken Rechnern, die in der Berufsschule waren. Man musste froh sein, wenn man überhaupt einen Computerraum hatte. Und wenn man einen hatte, waren meist nicht genügend Rechner vorhanden. So das teilweise zu zweit an einen Rechner gesessen wurde. Was ja natürlich nicht so gut war.
Andere Fächer waren Rechnungswesen, wo es immer ziemlich flott vorangegangen ist. Also wenn man dort ein bis zwei Stunden verpasst hatte, hat man schon einiges aufzuholen. Das Fach SBL wurde auch sehr stark aufgrund des Personalwesens in Rechnungswesen einbezogen.Zu guter letzt, gab es dann noch AWL und Datenverarbeitung. AWL fand ich immer recht schwierig, ich glaube, dass lag mir auch nicht so. Das Fach ist sehr weitreichend von z.B. Investition bis Finanzierung, EZB usw...Man muss dort schon selber sehr viel lernen, um mit zu kommen, wie in Rechnungswesen. Unter Datenverarbeitung versteht man die Arbeit in dem Programm Excel. Dort war dann immer genau das selbe Problem wie in Bürokunde. Zu wenig Rechner. Zu dem hatten wir dort eine Lehrerin, die uns nie was gescheites beigebracht hat. Man hätte dieses Fach dann halt auch besser streichen sollen, anstatt es mit unqualifizierten Lehrkräften zu besetzen.
Das letzte Fach, was wir noch hatten war Politik..dort war es aber leider genau so wie in Excel. Wir haben bloß ab und an mal die Sozialversicherungen durchgenommen, ansonsten wurde aber nichts gescheites gemacht. Da habe ich in meiner Übungsfirma viel mehr gelernt mit Excel und Politik usw..denn wir hatten jeweils einmal in der Woche einen Tag, wo wir alles von der Schule aufarbeiten konnten. Und genauso konnten wir dies tun, wenn nicht viel Arbeit vorhanden war.
In der Übungsfirma lief es genauso wie in einem Betrieb ab. Mit den Abteilungen Einkauf, Verkauf, Buchhaltung, Personal, Poststelle, hatte man einen guten Einblick in alle Abteilungen, da alle paar Monate gewechselte wurde. Meine Ausbildung habe ich jetzt bestanden und kann Sie eigentlich nur jedem empfehlen. Wenn man das Glück hat, dass man eine gute Berufsschule erwischt, dann kann das ganze sogar Spaß machen! Und als Kauffrau für Bürokommunikation kann man später in sehr vielen Bereichen tätig sein. Die Ausbildung kann ich all jenen empfehlen, die sich eventuell zwischen zwei Büroberufen o.ä. nicht entscheiden können. Wer so wieso gerne Bürotätigkeiten gerne macht bzw. lieber innen als draußen Arbeitet der gerne schreibt und okay in Deutsch und Mathe ist der hat vielleicht in der Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation den richtigen Beruf gefunden.






