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Altenpfleger (Ausbildung)

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Geschrieben von Fahrlehrer am Donnerstag, 29. November 2007

Ich habe vor gut 5 Jahren meine zweite Ausbildung / Umschulung zum Altenpfleger in unserem hiesigem Pflegeheim gemacht. Ich war während der ganzen Ausbildung begeistert, ich mußte mich zwar an die Zeiten halten, bis wann die Leute aus dem Betten zu sein hatten. Aber danach hatte ich meist alle Zeit der Welt, um mich um die Sorgen und Nöten der Alten und Kranken zu kümmern. Aber so ging es nicht nur mir, sonder auch all meinen Klassenkameraden. Wir wussten aber auch, dass es nach dem Abschluß der Ausbildung nicht mehr so sein würde.

Die Ausbildung an sich ist sehr umfangreich, da man wie auch bei Krankenschwestern / Krankenpflegern, die Krankheiten die im Alter auftreten mit all ihren Symptomen, Auswirkungen auf Körper Geist und Seele und deren Behandlung mit Medikamenten lernt. Man lernt zwar nicht die einzelnen Medikamente die eingesetzt werden, aber die Medikamentengruppen.

Ebenfalls wird viel Wert auf das Psychische gelegt, damit man sich auch ein bisschen die Welt eines geistigveränderten Menschen einfühlen kann. Denn an Demenz erkrankte Menschen verstehen nicht mehr, warum sie das eine machen sollen und das andere bleiben lassen sollen.

Zu dem Gehalt kann ich nur noch sagen, das man in der Ausbildung des Altenpflegers im ersten Jahr 700 Euro brutto bekommt. Dies steigert sich auf rund 760 Euro im zweiten und auf 850 Euro im dritten Jahr.

Der Beruf Altenpfleger/in ist ein Beruf für alle Menschen, die es lieben mit alten und kranken Menschen umzugehen.

Man muß wissen, dass man für die Leistung die man bringt, auf einer Station im Altenheim, das Monatsentgeld nicht gerade riesig ist. Den meisten Dank bekommt man immer noch von den alten Menschen, aber nicht in Geld, sondern mal in einem Lächeln oder einer Umarmung wieder.

Aber es gibt auch dunkle Seiten an diesem Beruf ,denen sich jeder stellen muß. Wie z.B. wenn ein alter Mensch dem man lieb gewonnen hat auf einmal verstirbt, klar sagt man sich irgendwann stirbt jeder einmal, aber Gefühle lassen sich nicht ausschalten.(das ist auch gut so) Dieser Verstorbene muß dann meist noch gewaschen und umgezogen werden. Das ist nicht unbedingt was für jeden.

Als Altenpfleger/in hängt man immer im Zwiespalt, da man auf der einen Seite den alten Menschen hat der gerne z.B. ein Problem besprechen möchte und auf der anderen Seite die Heimleitung die aber will das alle Stationsbewohner um spätestens 10.00 Uhr an den Tischen zum essen sitzen.
Bei mir war es zu mindestens so, dass es Alltag war das auf eine Station mit 20 Bewohnern 2 Pflegekräfte arbeiteten und wenn man Glück hatte war eine für die Küche da.

Zur Zeit bin ich in dem Beruf nicht mehr tätig und ich weiß noch nicht ob ich jemals diesen Stress nochmal mit machen werde, denn es war auch an der Tagesordnung Doppelschichten und Überstunden zu schieben. Den Umgang mit dem Menschen vermisse ich hingegen sehr ,darum werde ich wohl auch wenn ich wieder arbeiten gehe in eine Tagestätte für alte Menschen gehen.

Also wenn ich die Wahl hätte würde ich wieder diese Ausblidung wählen, da es sich auch absolut um einen Beruf mit Zukunft handelt, da die Menschen immer älter werden. Wenn man sich weiterbilden lässt, zum Beispiel als Pfegedienstleitung hat man noch bessere Chance auf einen Job. Wenn man Deutsch ist und die Ausbildung abgeschlossen hat, dann hat man hier in unserer Region keine Probleme eine Arbeitsstelle zu finden.


Altenpfleger

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