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Medizinisch Technische Laboratoriumsassistentin (MTLA) (Ausbildung)

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Geschrieben von B-Baller am Samstag, 25. August 2007

Ich möchte etwas über die Ausbildung zur Medizinisch Technischen Laboratoriumsassistentin schreiben. Wie der Name schon sagt ist es ein medizinischer Beruf der sich zu 99% im Labor "abspielt". Es ist eine, bis auf wenige Ausnahmen, berufsschulische Ausbildung die 3 Jahre dauert.

Betriebliche Ausbildungen bieten vor allem Veterinär und Gesundheitsämter an - da diese allerdings sehr begrenzt sind, kommen hier mindestens 250 Suchende auf eine angebotene Lehrstelle.

Neben den "Standard"-Ausbildungen wie Krankenpfleger oder Physiotherapeut sind die Jobchancen in diesem Beruf positiv, da fast jeder größere Betrieb ein Labor hat und für dieses Angestellte sucht (Lebensmittelbetriebe, Chemiefirmen etc.).

Der größte Unterschied zu anderen medizinischen Ausbildungen ist, dass man kaum mit dem Patient direkt in Berührung kommt. Dies ist für viele DER Grund diese Ausbildung zu wählen. Man bleibt von den unangenehmen Tätigkeiten eines z.B. Krankenpflegers "verschont" (Menschen waschen, windeln, bestimmte Gerüche aushalten, Putzen etc.).

MTLA untersuchen Körperflüssigkeiten wie Blut, Eiter und Urin auf bestimmte Merkmale wie zum Beispiel rote und weiße Blutkörperchen, Bakterien, Dichte, ... in etwa 40 Werte pro Untersuchungsmaterial. 

Da es ein medizischer Beruf ist, muss hier höchste Exaktheit und Perfektionismus an den Tag gelegt werden. Fehler können lebensbedrohlich sein, oder zu Fehldiagnosen führen.

Der Unterricht in der Schule teilt sich in viele Fächer auf: Klinische Chemie, Anatomie, Gerätekunde, Psychologie, Chemie, Mathe (Umrechnungen!) ... und ist sehr sehr anspruchsvoll! 

Dadurch, dass nur in den Ferien Praktikas durchgeführt werden (Praktisch wird in der Schule geübt), hat man die ganze Woche hindurch Schule. Der Anspruch ist sehr hoch.  Durchschnittlich beschreibt man pro Woche einen karrierten Block Papier.  So viel Wissen muss gelernt und verarbeitet werden. 

Mit Hausaufgaben werden die angehenden MTLA's überhäuft - um es zusammenzufassen: Nach der Schule ist noch lange nicht Schluss mit Schule, da selbst Schnell-Lerner min. 3 Stunden pro Tag an seinem Schulzeut sitzen.

Praktikas werden in den Zeiten der Ferien durchgeführt (Sommer: 5 Wochen normale Ferien, 5 Wochen Praktikum in einem Krankenhaus, Laborpraktikas im 2ten Lehrjahr).

Verdienstmöglichkeiten sind also nur BaföG, was und wie viele wissen, ja doch sehr begrenzt ist. Diese Ausbilung ist nicht so "einfach" wie sie scheint. Durch die meist nicht vorhandene betriebliche Ausbilung ist der Lernaufwand als ENORM einzustufen. Wenn man nicht gerne lernt oder sich nicht vorstellen kann auch einmal am Wochenende zu lernen, sollte man sich eine andere Ausbildung suchen. Trotzdem ist es ein Beruf, der chemie und medizin interessierten Jugendlichen eine interessante Möglichkeit bietet ihre Interessen auszuleben.

Mein Rat an alle Besucher, die eine deratige Ausbildung anstreben:

- informieren sie sich genau, was die Ausbilung beinhaltet
- der Einstellungstest ist sehr anspruchsvoll in Sachen Chemie, Physik, Biologie und Mathematik
- so hart es klingt, aber Realschulabsolventen sind mit dieser Ausbilung meist total überforbert, da Sie diese Datenmengen nicht gewöhnt sind
- sie sollten sich 100% sicher sein, diese Ausbildung machen zu möchten, weil sie wirklich viel persönlichen Einsatz fordert


Abschließend will ich sagen, dass es trotz der von mir erwähnten negativen Seiten, eine angenehme Ausbildung ist, die das Allgemeinwissen schärft und gute Jobchancen mit sich bringt.

Ich danke für ihre Aufmerksamkeit.


Medizinisch Technische Laboratoriumsassistentin (MTLA)

Für den Inhalt der Kommentare sind die Verfasser verantwortlich.


leah * schreibt am 21.10.2011 14:50:
Wo genau kann man denn eigentlich eine Ausbildunge als MTLA oder VMTA machen? ich finde gerademal 4 Anbegote in GANZ DEUTSCHLAND!!!
* schreibt am 14.06.2011 20:45:
Hmm, ich habe sehr lange überlegt, was für ein Ausbildung ich machen soll. Zuerst wollte ich Erzieherin werden, aber war nichts für mich. Trotzdem habe ich jetzt meine staatlich anerkannte Sozialassistetin.
Nun überlege ich mir MTLA zu machen. Ich hoffe es ist nicht so schwer, wie im Gymnasium, weil ich da komplett versagt habe, trotz des vielen lernens. Aber Fachabi habe ich. Naja ich versuche zuerst eine Praktikum im Bereich MTLA zu machen. Bei soziale Arbeit muss man Gebühren bezahlen nein danke. toll wieder wird bei diese Ausbildung keine vergütung bezahlt:(((((((((((((((((
Sandra * schreibt am 15.09.2010 15:56:
Hier macht nicht zufällig jemand die ausbildung in der iniklinik bonn oder ^^?
.. * schreibt am 15.09.2010 15:55:
Ist das hier grad ein Albtraum indem ich mich befinde o.O?
Ich * schreibt am 13.08.2010 17:05:

Zu: Anspruchsvoller Einstellungstest:

Naja, meiner Einschätzung nach war der Test nicht soooo schwer...
Immerhin sollte eigentlich jeder wissen wie man Dreisatz rechnet und wissen, was H2O ist...


JuLia * schreibt am 06.07.2010 19:45:
Wow, ich muss schon sagen, dass dieser Text mich ein wenig einschüchtert. Aber dieser Herausforderung möchte ich mich dennoch stellen, ich finde diesen Beruf nämlich wahnsinnig spannend und interessant. Dein Text hat mich motiviert und ich bin mir wirklich sicher diese Ausbildung machen zu wollen, trotz des vielen Lernens :) Dankschön!!
Daria * schreibt am 21.07.2009 10:20:

Vielen Dank für deine Beschreibung.....Sie hat mir sehr geholfen .Im September werde ich auch diese Außbildung anfangen,ich habe einbisschen Angst davor aber weil für mich diese Beruf einfach wundervoll ist und soooo interessant es lohnt sich einfach.

Danke meine liebe für dieser wunderschöne Text!


klara * schreibt am 28.06.2009 15:55:
gut beschrieben!hab selbst die ausbildung gemacht und in fast allen diengen deiner meinung.
Sabine * schreibt am 26.01.2009 12:19:

Vielen Dank für die super Info. Hat mir sehr geholfen.