So ich möchte euch heute einen Artikel über den Beruf des Redakteurs / Journalisten schreiben. Eine spannende Sache wenn man bei der Presse arbeitet. Ich spezialisiere mich hier mal auf die Zeitung.
Wie ich darauf komme den Artikel zu schreiben, da ich selbst in der Branche tätig bin.
Der Morgen beginnt eigentlich noch recht gelassen. Meist geht es um 9 Uhr zu einem Termin, je nachdem was man vorgeschrieben bekommt ( Hochzeit, Ferienspiele, Konzert, Interwiev etc. ). Man hat einen sehr abwechslungsreichen Tag. Es beginnt also meist mit der Fahrt zum ersten Termin, dort macht man sich dann Notizen, Fotos etc. und man fährt zum nächsten Termin. Dazu muss man sagen, dass Journalisten meist unter großem Zeitdruck arbeiten müssen. So hat man z.B um 9 Uhr einen Termin und um 11 Uhr wieder ganz wo anders, da ist ein bisschen Eile gefragt.
Nach so 2 -3 Terminen, je nach Tag, fährt man dann zurück in die Redaktion und setzt sich an den PC und schreibt die Artikel. Da muss dann auch wieder auf Wortwahl etc. geachtet werden. Das nimmt dann auch nochmal etwas zeit in Anspruch. Nachdem man das gemacht hat, winken auch schon wieder die nächsten Termine. Oft wird dann im Verlag eine Konferenz einberufen und es wird besprochen, was in die am nächsten Tag erscheinende Zeitung geschrieben wird diskutiert.
Hat man sich geeinigt, begint das Layouten meist schon gegen Abend. Dabei muss man wieder schauen, dass alles passt, Ressort und Thema stimmt und vor allem, dass die Artikel immer aktuell sind. So telefoniert man auch sehr viel z.B mit der Polizei fragt nach Unfällen, man arbeitet sehr viel mit E-Mail Programmen und teilweise Internet um zu recherchieren.
Ist das Layout fertig, gibt man die Sachen zur Korrektur. Es fällt nochmals die Bildbearbeitung an und in der Nacht wird die Zeitung dann gedruckt.
Ein Arbeitstag kann also unter Umständen schon mal bis 23 Uhr dauern. (Keine Seltenheit)
Jetzt habe ich schon viel geschrieben, aber es umschreibt bei weitem noch nicht alles. So genau ins Detail kann man fast gar nicht gehen, da es wohl einen stundenlangen Artikel geben würde. Man kann nur sagen, dass die Arbeit sehr sehr abwechslungsreich ist. Man sehr viel lernt, an Menschenkenntnis und an Erfahrungen, Autofahren etc.
Was auch dazu gehört ist immer Neugier und Durchsetzungsvermögen. So geht es immer darum, wer am nächsten Tag das beste Foto in der Zeitung hat auch die Konkurenz schläft nicht. Wichtig zu erwähnen ist noch, man hat KEINE geregelten Arbeitszeiten. Findet also Samstag oder Sonntag eine Veranstaltung statt, hat man auch an diesen Tagen nicht frei. Mittagspause gibt es in diesem Beruf auch nicht wirklich. Gegessen wird mal zwischendurch oder mal in der Redaktion. Der Umgang im allgemeinen untereinander ist eher locker. Somit ist aber eine teilweise 50-60 Stunden Woche normal. Viel Zeit für Freizeit bleibt nicht mehr, das muss man sich zu 100 % klar machen.
Was sollte man für Vorraussetzungen mitbringen:
Neugier ganz wichtig, Selbstbewusstsein, Durchsetzungsvermögen, Eigene Ideen, Kreativität, Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit. Das so im Groben, natürlich noch evtl. rhetorische Fähigkeiten und Deutsch mind. gut.
Wie kommt man an eine Stelle bei der Presse? Das ist sehr schwer. Durch Praktikas, Volontär Stellen, evtl. auch oft nur durch Beziehungen. Bei mir war es so durch eine Stellenanzeige in der Zeitung und einem anschließendem Praktikum.
Was man verdient ist sehr unterschiedlich, da viele "nur" als freie Mitarbeiter angestellt sind oder ein Volontariat haben. Die wenigsten sind fest angestellt.
Man sagt, dass wenn man Journalistik studiert hat, die Chancen 1:600 sind. Davon würde ich mich aber erstmal nicht beeindrucken lassen, geht es an, es lohnt sich. !!! Wichtig ist das ihr überzeugt seid von diesem Berufsbild!
Mein Tipp an euch. Wenn ihr diesen Beruf wählt, müsst ihr euch sicher sein. Es ist eine riesen Chance allein von den Erfahrungen her. Ich habe vorher Zahnarzthelferin gelernt und bin eigentlich durch Zufall an diese Stelle gekommen. Mir war klar, dass ich in diesen Bereich wollte und dann kam eine Stellenanzeige und es hat geklappt.
Bei diesem Beruf liebe ich die Abwechslung und dass es niemals eintönig oder langweilig wird, vor allem aber, dass man jeden Tag stolz auf sich sein kann, weil man das geleistete im TV oder in der Zeitung sieht und das gibt ein erhebendes Gefühl.
Aber es ist auch verdammt viel Arbeit, die man sich so nicht vorstellt, auch wenn man schon mal eine Ausbildung oder so gemacht hat. Was da auf einem zukommt ist nochmal bedeutend mehr. Viel denken und richtig bewusst und klar werden ob, man das wirklich will. Zu Anfangs bekommt man den Aufwand nicht so hoch vergütet, das muss man auch sehen.
So genug geschrieben für heute :) Freue mich wenn ich euch einen kleinen Eindruck hinterlassen konnte. Bis zum nächsten Artikel ;)
Liebe Grüße Lisa
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