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Heil- und Erziehungspfleger/in (Beruf)

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Geschrieben von Hubsy am Samstag, 18. August 2007

Also ich jobbe seit 2 Jahren als Heil- und Erziehungspflegerin in einem Wohnhaus für Menschen mit Behinderungen. Es ist ein sehr schöner Beruf, doch auch sehr anstrengend.

Um 6 Uhr Morgens beginnt die erste Schicht, dort sind alle Bewohner zu wecken ggf. zu duschen und fertig für die Arbeit zu machen. Das Frühstück ist vorzubereiten, sowie die Medikamentenvergabe. Danach sind alle zum Bus zu bringen.

Die zweite Schicht beginnt bei uns meist um 15 Uhr. Dann werden die Bewohner wieder vom Bus abgeholt.

In unserem Wohnheim haben wir 15 Bewohner auf einer Gruppe und es ist nicht selten, dass man alle allein unterhalten muss.

Jeder hat ein anderes Krankheitsbild und so muss jeder individuell behandelt werden. Viele, wenn nicht alle wollen Aufmerksamkeit, am besten alle auf einmal, das ist selten einfach. Dennoch sollte man versuchen allen zuzuhören, auch wenn es nichts neues ist, was sie zu erzählen haben.

Gleichzeitig muss man versuchen, den eingespielten Tagesablauf aufrecht zu erhalten. Das heißt, es sollte versucht werden pünktlich die Mahlzeiten herzurichten, natürlich müssen die Bewohner dabei eingespannt werden.

Dazu kommen noch die sich täglich ändernden Aufgaben. Zum Beispiel Wäsche holen, putzen und Zimmer sauber halten bzw. Betten machen und Sonstiges.

Natürlich ist die Heil- und Erziehungspflegerin darauf bedacht den pädagogischen Teil im Vordergrund zu halten, dennoch fallen auch sollche Arbeiten wie putzen in ihrem Aufgabenbereich.
Die Bewohner müssen aber nach und nach lernen, wie sie ihre Zimmer bzw. die Gruppenräume sauber halten. Natürlich gibt es immer einen Putzplan dafür, denn jeder Bewohner sollte dazu angehalten werden, die Gruppenräume sauber zu halten.

Des weiteren werden Sachen wie Wäsche holen (die von einer Reinigung kommt) beaufsichtigt. Sowie auch das verhalten in der Gruppe.

Nach dem täglichen Stress ist das gemeinsame Abendbrot der ruhige Abschluss des Tages.
Dort erzählen die Bewohner, wie der Tag verlief oder was sie in nächster Zeit vorhaben.
Natürlich ist das abräumen auch Teamwork, also helfen alle mit und der Tischdienst des Abends übernimmt solche Aufgaben wie Tisch abwischen, fegen und Spülmaschine einräumen. Dies muss alles beobachtet werden und ggf. sollte man helfen.

Danach beginnt das sogenannte Pflegeprogramm, dort werden die Bewohner nach und nach geduscht bzw. gebadet, sowie eingecremt und gepflegt. Was man natürlich nicht vergessen darf ist, das die Heil- und Erziehungspflegerin dafür verantwortlich sind, dass die Bewohner ihre Medikamente je nach Verordnung einnehmen. Sowie auch Hörgeräte oder Zähne (bei älteren Bewohner) zu säubern und zu prüfen sind.

Nachdem dann alle Bewohner je nach Gewohnheit im Bett verschwinden, kommt der Papierkram dran. Das heißt jegliche Medikamentenvergabe, sowie Dusch, Bad oder Pflegevorgänge sind zu protokollieren. Aber auch ungewöhnliche Vorgänge wie Streitigkeiten oder auffälige Verhaltengänge sind einzutragen, meist sogar mehrmals.

Naja, das war mehr oder weniger so ein Tag wie immer, dazu kommen natürlich besondere Anlässe, wenn z.b. Geburtstage anstehen oder Ausflüge. Also wenn ihr den Beruf angehen wollt, solltet ihr einigermaßen Belastbar sein und bloß nicht zu schnell aus der Haut fahren  ;)


Ich hoffe ich konnte euch einen Einblick in das Berufsbild geben.
Bei weiteren Fragen, bitte an sonjastone@arcor.de

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Heil- und Erziehungspfleger/in

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