Halli hallo, mein Name ist Sandra, ich bin 20 Jahre alt und komme aus Berlin. Ich mache derzeit eine Ausbildung zur Restaurantfachfrau in Berlin-Mitte.
Zurzeit bin ich im zweiten Lehrjahr und muss dazu sagen, dass der Beruf nicht zu jeden Menschen passt. Wenn Ihr euch für diesen oder solchen Beruf endscheidet, solltet Ihr euch über einige Sachen im klaren sein. Dazu aber später in meinem Fazit.
Nun erstmal zu dem Beruf, alles Wichtiges wie Anforderungen usw.....
Als ich damals angefangen habe und meinen, von der IHK geprüften, Ausbildungsvertag wieder bekam, war anbei eine 8-seitige Erklärung vom Berufsbild, Anforderungen und Pflichten dabei. Davon schreibe ich mal etwas auf.
Also: Ausbildung 3 Jahre, Gemeinsamer Teil der Ausbildungsbilder für Restaurantfachfrau (refa), Hotelfachfrau (hofa) und Fachkraft für Systemgastronomie, (allgemein gleich)
- Berufsausbildung, Arbeits.- & Tarifrecht
- Aufbau & Organisation des Ausbildungsbetriebes
- Sicherheit & Gesundheitsschutz bei der Arbeit
- Umwelt
- Umgang mit Gästen, Beratung & Verkauf
- Einsetzen von Geräten, Maschinen & Gebrauchsgütern, Arbeitsplanung
- Hygiene, Küchenbereich, Servicebereich
- Büroorganisation & -kommunikation
- Warenwirtschaft, Werbung & Verkaufsforderung, Wirtschaftsdienst
Nur für Refa:
- Umgang mit Gästen, Beratung & Verkauf
- Arbeiten am Tisch des Gastes
- Ausrichten von Festlichkeiten & Veranstaltungen
- Führen einer Station
Teil1: Berufliche Grundbildung (was im ersten Jahr in der Schule passiert)
- Sozialkunde: Arbeitsrecht, Recht vom Azubi, TarifRecht
- Ase: Praktische Arbeiten im Service, wie Cocktails machen und Tische eindecken
- Akü: Praktische Arbeiten in der Küche, wie Kochen und Backen
- Warenwirtschaft: wie Mathe
..und das ist nur ein geringer Teil
Der 2 Teil ist eigentlich nur eine Vertiefung der gelernten Sachen und um sie richtig umzusetzen.
Teil3: Besondere berufliche Fachbildung: refa
- den Gästen Getränke & Speisen anbieten
- Getränke zubereiten & servieren
- Organisation von Festlichkeiten
- abkassieren der Gäste
- Weinemfehlungen machen
Dann muss man Tische eindecken und abräumen, Besteck, Teller, Gläser polieren. Und wenn man Pech hat, den Bierkeller reinigen. Wenn man Glück hat und der Betrieb ausserhalb Service macht, kann man auch Catering-Erfahrungen machen. Im Groben und Ganzen kann man ne Menge Lernen.
Anforderung:
- Ihr müsst immer voll da sein
- gute und schnelle Auffassung haben
- Kopfrechnen
- Belastbar sein
- Starkes Sebstbewusstsein
- Kommunikationsfreudig
- Gutes Reden vor Fremden
- Ihr müsst flexibel sein
...und das ist noch nicht einmal alles
Pflichten:
- Berufschule, leider nur einen Tag in der Woche
- Berichtsheft, leider darf man da nicht die Überstunden einschreiben
- Betriebsgeheinisse
Also, ich meine man kann sehr viel im Umgang mit den Menschen lernen, man kommt mit vielen Nationalitäten zusammen und man lernt, besser und schneller andere Sprachen.
Wenn man den richtigen Ort und ein gutes Restaurant hat, stimmt auch das Trinkgeld. Man lernt viel über Gericht und Weine kennen. Was man hinter einer Bar beachten muss usw.
Aber ihr solltet echt ein längeres Praktikum vorher machen, damit ihr sicher seid es ist das Richtige und ihr wollt das machen. Denn ich kann euch nur das mitgeben was ich erlebe und höre.
Die leute, die schon einen Ausbildungvertag unterschrieben haben & vielleicht nicht so glücklich mit ihrer Berufswahl sind, wissen jetzt vieleicht gleich von was ich rede.
Man sieht, dass als junger Mensch nur von einer Seite, man freut sich, dass man endlich einen Ausbildungsplatz hat und man macht sich erst einmal keine Gedanken, was da auf einen zukommt. Hauptsache man hat ersteinmal einen Vertag unterschrieben. Klar das man sich nur da bewirbt wo man denkt, das könnte einen liegen und das will man. Da spricht auch nichts gegen.
Aber: Ich habe mir auch keine Gedanken gemacht und habe das so hingenommen und mich sehr gefreut. Und nun sehe ich meinen Freund sehr selten, kann mich nicht um die einfachsten Sachen kümmern und sehe die Leute sehr selten, die ich gerne habe. Azubi?, da bist du der Kleinste auf der Hühnerleiter, so gut wie gar keine Ansprüche und in diesen Beruf ist das schlecht.
Man arbeitet die Vormittagsschicht, Mittags.-, Abendschicht, Alle feiertage im Jahr. Mich nimmt das ganz schön mit, bitte denkt darüber nach und wiegt ab ob ihr das alles in Kauf nehmen wollt.
Eins noch, dieser Beruf ist nicht schlecht, nur sehr anspruchvoll und wenn das euch Wert ist, ist das vollkommen ok.






