l_p_f
neugierig
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« am: 18. August 2007, 20:48:05 » |
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Hallo!
Ich bin 18 Jahre alt und besuche derzeit ein Gymnasium im Lkr. Deggendorf. Obwohl ich noch keine Ausbildung, Praktikum o.ä. in Angriff genommen habe und auch das Studium noch in nicht ganz greifbarer Nähe ist, möchte ich dennoch ein bisschen über mich und meine bisherige Schullaufbahn auf dem Gymnasium berichten. Um es vorneweg zu sagen, ich besuche derzeit die elfte Klasse- wieder einmal. Zudem wurde ich ein Jahr später eingeschult. Aber dazu später mehr. Das Gymnasium als weiterführende Schulart zu wählen, war gegen Ende der vierten Klasse Grundschule eigentlich eher eine Entscheidung meiner Mutter. Ich habe mir damals nicht viel dabei gedacht, ob es nun Realschule oder Gymnasium werden soll. Der sehr gute Notendurchschnitt erlaubte es mir jedoch ohne weiteres, die Gymnasiallaufbahn einzuschlagen. In der Grundschule war es für mich, soweit ich mich zurückerinnern kann, ein leichtes, Aufgaben (damals noch schlicht Tests genannt) mit sehr guten Wertungen zu erledigen. In der fünften Klasse Gymnasium drehte sich jedoch der Spieß um. Nach einem ersten Englisch-Fünfer und einem Mathe-Fünfer wurde mir allmählich klar, dass ich etwas an meiner Arbeitshaltung zu ändern hatte. Meine Eltern waren damals auch ziemlich aus dem Häuschen- ich, der fast Klassenbester in der Grundschule war, hat auf einmal „nur noch“ Fünfer in Schulaufgaben. Und diese festigten sich bis zum Zwischenzeugnis zusehends. Erst jetzt zogen wir (meine Eltern und ich) die Notbremse: Nachhilfe in Englisch bei einem Verwandten und Extrastunden in Mathe bei einer Schülerin, die sich nicht schlecht bezahlen lassen wollte. Die Noten besserten sich von 5 auf 4 und ich bekam zum Glück keinen Fünfer in das Jahreszeugnis. Soviel zum ersten „Schock-Jahr“ am Gymnasium. Die sechste Klasse verlief mit gewissenhafterer Arbeitshaltung meinerseits spürbar besser, v.a. in Mathe. Aber bei Englisch hätte ich auch beinahe wieder den Vogel abgeschossen. Noch so gerade konnte ich mir die 4 in Englisch im Jahreszeugnis retten. Es stand die 7. Klasse an, das Jahr in dem wir „G9er“ Latein als zweite Fremdsprache hinzubekommen haben (Franz. Gab es natürlich auch zur Auswahl). Ich merkte schon zu Beginn, dass das nichts wird mit Deklinationen, Konjugationen und Grammatik-Tests. Nachhilfe musste erneut her! Zu allem Überfluss kamen noch Probleme in Mathe hinzu. Simple Dinge wie Ausklammern und Ausmultiplizieren wollten mir nicht in den Kopf gehen. Resultat am Ende des Jahres: Mathe 5, Latein 5 trotz intensiv(s)ten Lernens. Ich hatte nun die Wahl zwischen Schulwechsel oder Wiederholen. Ich wiederholte. Und das stellte die zweite große Wende in meinen Leistungen dar. Ich kam in eine Klasse, in der ich schnell (eigentlich schon am ersten Tag) neue Freunde fand. Die Leute aus meiner alten Klasse hatten ehrlich gesagt nicht allzu viel übrig für mich... Meine Lateinnote verbesserte sich von 5 auf 1 im Zwischenzeugnis (!) und rutschte dann auf eine 2 im Jahreszeugnis. In Mathe konnte ich mir einen „guten“ Vierer problemlos festigen. Es war geschafft! So konnte es weitergehen. Die Lehrerkonferenz, die Anfangs noch skeptisch war, ob es überhaupt Sinn machen würde, mich wiederholen zu lassen, war sichtlich überrascht. Meine Beratungslehrerin bestätigte mir dies. Mit gleichen neuem Schwung ging es in die 8. Klasse, in der ich ebenso souverän meine Problemfächer meisterte- ab und zu vor den Schuxen mit ein bisschen mathematischer Unterstützung eines Freundes. Die neunte Klasse war in Sachen Latein wie die achte, es haperte lediglich an Mathe. Aber wieder mit der ausdauernden Hilfe und Geduld meines mittlerweile „zweiten Mathe“ Lehrers, konnte ich eine gefestigte Vier im Jahreszeugnis erreichen. Mein „bestes“ Jahr war schließlich die 10. Kl. Meinungen, dass diese die schwerste sein sollte, konnte ich nicht nachvollziehen. Ich brachte in Latein und Mathe sogar bessere Leistungen als im Vorjahr. Somit hatte ich zu Jahresende meinen ersten Abschluss- die Mittlerer Reife- erreicht. Vor einem Jahr kam ich dann in die 11. Klasse ...
...und bis vor einem Jahr hätte ich nicht gedacht, dass es so schnell wieder bergab gehen kann. Ich muss in meinen typischen Problemfächern zu nachlässig gewesen sein, ein Latein- und Mathe-Fünfer nach dem anderen suchten mich heim. Während es zum Zwischenzeugnis nach Besserung aussah (4er in Mathe, knapper 4er in Latein), erlitt ich gegen Ende des Jahres einen Schlag ins Gesicht. Ein Latein-Sechser und ein letzter Mathe-Fünfer haben mir endgültig das Vorrücken verwehrt. Ausgerechnet jetzt, wo ich das letzte Jahr Latein gehabt hätte. Und mir somit nur noch ein _wirkliches_ Problemfach für die Kollegstufe geblieben wäre. Ich wusste zunächst nicht, was ich nun tun sollte. Wiederholen müsste ich die Elfte Fachoberschule sowieso, also entschied ich mich letztendlich, die Elfte Gymnasium nochmal in Angriff zu nehmen. Ich werde bzw. MUSS wieder mit neuer Power an das nächste Jahr rangehen, denn Latein wird nicht leichter (v.a. jetzt so kurz vorm Schluss). In Mathe habe ich jetzt einen gewissen Vorteil, will das Fach aber keinesfalls unterschätzen. Ich habe ja am eigenen Leib erfahren, was dabei rauskommen kann. Am 11.09. ist es wieder soweit und der spannende, nervenaufreibende, aber auch mal lässige und Freude bringende „Kampf“ beginnt von neuem. Trotz allem was mir wiederfahren ist- ich freue mich drauf. Man mag’s kaum glauben.
An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an meinen „zweiten Mathelehrer“ und guternKumpel (diejenige person, die ich meine, wird schon wissen, dass sie gemeint ist ), der wirklich verdammt viel Freizeit und Nerven für mich aufgeopfert hat!
Ich hoffe, Ihr könnt mit dem Einblick in meine Schullaufbahn etwas anfangen. Einen Rat gebe ich Euch zum Schluss noch mit: Das Gym ist kein Zuckerschlecken, wenn man nachlässig ist. Geht jedes Jahr mit voller Kraft an, damit nicht die böse Überraschung kommt. Ich werde mir das ab jetzt deutlich stärker zu Herzen nehmen und Anziehen bis ich endlich diese Dingsda, hm, ahja, das Abitur erreicht habe
Mit freundlichen Grüßen!
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